Thomas Behling

"DU-Munition (Genesis 3, 1991 - 2003)"

Thomas Behling: "DU-Munition (Genesis 3, 1991 - 2003)", 2016, Holz, Glas, Hinterglasdruck, Plastik, Metall, Acrylfarbe, LEDs, Datteln, Motten, 151 x 57 x 29 cm

"Auf dickem Eis dünne Löcher bohren"

Der Kunstverein Bayreuth zeigt Arbeiten von Thomas Behling.
Seine Bildobjekte erscheinen zunächst oft allzu vertraut, oft gar wie Fundstücke vom Sperrmüll oder geklaubt aus der hintersten Ecke eines Dachbodens. Er verwendet oftmals altes Material wie z. B. Rahmen oder auch gefundenes, meist kitschiges Bildmaterial, wie er gleichermaßen aber auch Neuem den Anschein „alt“ und „authentisch“ zu sein gibt, obwohl es so nie gewesen sein kann. Die für den Betrachter unklaren Grenzen zwischen Neuem und Altem sind gewollt. Denn das, was wir für authentisch halten, ist vor allem das Bild, das wir uns davon machen. Das Zusammenspiel trivialer Gegenstände, tradierter Bildmotive, Übermalungen und technischer Eingriffe arrangiere Behling so, dass oft erst im Nachhinein klar wird, wie perfide der Schein sein kann.
Die Ausstellung findet im Kunstkabinett statt, welches sich neben dem Kunstmuseum Bayreuth im Kulturzentrum Altes Rathaus befindet.

Eröffnung: Sonntag, 12.11.2017, 11.00 Uhr
Ausstellungsdauer 12.11 2017 bis 10.01.2018
Öffnungszeiten: Di. bis So., 10-17 Uhr

Kunstverein Bayreuth
Kunstkabinett im Kulturzentrum Altes Rathaus
Maximilianstraße 33
95444 Bayreuth

Grosses Erscheinungswölkchen

Thomas Behling: „Großes Erscheinungswölkchen“ II, 2012
Holz, Extruderschaumstoff, Spachtelmasse, Acrylfarbe, Hartfaserplatten, Glas, Plexiglas, Karton, LED-Leuchte, Modelleisenbahnfichten, 96 x 43 x 24 cm

"Die Kapelle und das spezifische Gewicht der Zeit"

Die temporäre künstlerische Intervention »Die Kapelle und das spezifische Gewicht der Zeit« ist eine Raumuntersuchung der ehemaligen Schlosskapelle Weimars. Von ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern werden künstlerische Arbeiten entwickelt, die sensibel Kontakt mit der Geschichte und den Geschichten des Raumes aufnehmen, als ein feinstofflicher Dialog von Gedächtnis und räumlichem Erleben. Durch diese künstlerische Annäherung wird eine besondere Raumsituation für Besucher geschaffen, welche in exklusiven, auf 15 Teilnehmer beschränkten Führungen vom 03.11.-03.12.2017 erfahren werden kann. Die Intervention wird entwickelt auf der Grundlage einer baugeschichtlichen Aufarbeitung im Rahmen eines Forschungsstipendiums der Klassik Stiftung. Von Clemes Wenzeslaus Coudray 1828 entworfen und ab 1844 auf Bestreben des damaligen Erbherzoges Carl Alexander neo-romanisch ausgestaltet, wurde die Kapelle im Weimarer Residenzschloss 1847 eingeweiht. Im 20. Jahrhundert erfolgte eine Umnutzung des Kapellenraumes, zunächst als Konzertsaal und Bachgedenkstätte, ab 1968 als Büchermagazin der Zentralbibliothek der deutschen Klassik. Um den Raum als Magazin nutzbar zu machen, wurden 86 Tonnen Stahl zu einer vierstöckigen Konstruktion in ihm eingebaut. Nach dem Leerzug des Magazins und ersten Restaurierungen sind heute die verschiedenen Fragmente seiner Gestaltungen und ehemaliger Nutzungen im Laufe der Zeit nebeneinander erkennbar.

Idee, Konzeption: Anne Brannys

KünstlerInnen & Künstler: Thomas Behling, Dagmar Fella, Harriet Groß, Eleana Katanu, Edith Kollath, Chelsea Leventhal, Falk Messerschmidt, Fabian Reimann, Laurel Terlesky, Katja Marie Voigt, Ladislav Zajac

Führungen: im Zeitraum 03.11.-03.12.2017 jeweils Freitags 14/16 Uhr & Samstags 12/14 Uhr sowie nach Vereinbarung, Anmeldung unter: a.brannys@gmx.de

Schlosskapelle Weimar
Burgplatz
99423 Weimar

"Sei mein Freund!"

Thomas Behling: "Sei mein Freund!", 2017
Acrylfarbe auf Kunstdruck, Glas, Rahmen, 24 x 31 cm

"Heimspiel"

Künstler aus der Wedemark zeigen ihre heutige künstlerische Position.

Beteiligte KünstlerInnen:
Ulrich Behl, Thomas Behling, Andrea Focks, Jürgen Friede, Sabine Glandorf, Ellen Hentschel, Karin Hess, Werner Hilsing, Walter Kreuzer, Agata Malek, Gerd Piepenhagen, Audrey Reilly, Uli Stein, Manfred Zimmermann

Vernissage: So., 12. November, 12 Uhr, geöffnet bis 15 Uhr
Einführung: Vera Burmester, Hannover

Laufzeit: 12. November – 13. Dezember 2017

KinderKunstführung: Mit. 13. Dezember, 14 - 15.30 Uhr
Finissage: Mit. 13. Dezember, 15 – 17 Uhr

Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag 11 - 13 Uhr und 15 - 18 Uhr
Samstag 11 - 13 Uhr und 15 - 17 Uhr
Sonntag 15 - 17 Uhr

imago Kunstverein Wedemark e.V.
Am Markt 1
30900 Wedemark/Bissendorf

 

 "Endlich Frieden mit der deutschen Geschichte" IV

"Endlich Frieden mit der deutschen Geschichte" IV, 2013/2017
13 Hitlerbriefmarken und eine falsche Marke, Karton, Bleistift, Holz, Glas, 23 x 37 cm

"Das Rückspiegeleiland"

Der Kunstraum Neureut (Karlsruhe) zeigt Bildobjekte von Thomas Behling.

"... The purloined letter
Auch die Collage "Endlich Frieden mit der deutschen Geschichte", 2013, bei der unterschiedlich farbige Briefmarken mit dem Konterfei Adolf Hitlers einen Regenbogen bilden, ist ein Versteckspiel. Der Sinn verbirgt sich hier darin, dass eine Briefmarke gefälscht ist und der Regenbogen - seit dem Alten Testament Sinnbild des Friedens - damit hinfällig wird. Wie in Edgar Allan Poes berühmter Detektiverzählung, in der der titelgebende entwendete Brief an der sichtbarsten Stelle, nämlich einer Briefablage, „versteckt“ wurde, „verbirgt“ sich auch die falsche Briefmarke unter den echten und kaschiert so den tieferen Sinn der Collage. ...
... Dass das Element des Verbergens so regelmässig in Thomas Behlings Schaffen wiederkehrt, hat mehrere Gründe.
Offensichtlich ist, dass der Künstler Freude hat am Umgang mit gefundenen Materialien und an der Bricolage, dem Zusammensetzen von Fundstücken, welches diesen oftmals einen neuen Sinn verleiht. Das sprichwörtliche „zufällige Zusammentreffen einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch“ - erstmals von Isidore Lucien Ducasse in seinen 1868 erschienenen Chants de Maldoror geprägt für die Verbindung zweier oder mehr Gegenstände, die wir im Alltag nicht zusammen sehen - erwies sich schon bei den Dadaisten und Surrealisten als den unmittelbaren Jüngern Ducasses’ als fruchtbar. Das Zusammentreffen gegensätzlicher Objekte fördert auch bei Thomas Behling Werken Qualitäten an den Gegenständen zutage, die uns im gewöhnlichen Gebrauch verborgen bleiben. ..."
Heinz Stahlhut (Kunstmuseum Luzern), Auszüge aus dem zur Ausstellung erscheinenden Katalog

Vernissage: Donnerstag, 18.1.2018 um 19.00 Uhr. Einführung durch Jens Anders (Kunstraum Neureut)

Künstlergespräch mit Heinz Stahlhut (Kunstmuseum Luzern) am Sonntag den 4.2.2018 um 15.00 Uhr.

Laufzeit: 18.1. bis 4.2. 2018

Kunstraum Neureut
Altes Milchhäusle
Kirchfeldstraße 122
76149 Karlsruhe-Neureut

Öffnungszeiten:
Fr 17 - 19 Uhr
Sa 14 - 17 Uhr
So 14 - 17 Uhr

S1 oder S11, Haltestelle Adolf-Ehrmann-Bad

Multiple "Niemandsland" II

Das Multiple "Niemandsland" II ist ein Bogen mit 9 verschiedenen Künstlerbriefmarken, gezähnt & gummiert, 14,2 x 10 cm
Auflage: 100 Stück, rückseitig signiert.
Preis inklusive Versand: 7,95 €
zur Bestellung

Bei den Künstlerbriefmarken handelt es sich um rein künstlerische Multiples. Es sind keine gültigen Postwertzeichen.