Thomas Behling

"Ohne Öl kein Plexiglas"

Thomas Behling: "Ohne Öl kein Plexiglas", 2022, Acrylfarbe, irisierende Pigmente, Hartfaserplatte, Plexiglas, Rahmen, 61 x 52 cm

NACH DER NATUR einskommafünf

„Nach der Natur“ – dieser Begriff bezeichnet in der Kunstgeschichte seit der Renaissance die direkte Anschauung der Wirklichkeit. Zeichnen und Malen nach der Natur hieß, die sichtbare Welt mit größtmöglicher Genauigkeit zu erfassen, Formen, Proportionen und Atmosphären zu studieren. Natur galt als Maßstab und Referenz, an der sich künstlerisches Können und Wahrnehmung schulen mussten.
Doch im Laufe der Moderne beginnt dieser Anspruch sich zu verschieben. Künstler:innen nehmen Landschaft nicht mehr nur als zu reproduzierendes Abbild, sondern zunehmend als Projektionsfläche und Transformationsraum wahr. Landschaft wird zu einem Medium der Erinnerung, der Emotion, der inneren Erfahrung. Das „Nach“ im Begriff erhält damit innerhalb der Ausstellung eine zweite Bedeutung: nicht länger bloßes „Nachzeichnen“, sondern ein Schritt danach – über die reine Beobachtung hinaus, in eine neue Ebene der Interpretation und Imagination.
Auf die Ausstellung "Nach der Natur EINS" folgt nun "Nach der Natur EINSKOMMAFÜNF"

mit Arbeiten von Thomas Behling, Stefanie Bühler, Alfred Ehrhardt, Kaisu Koivisto, Ilka Raupach, Klaus Steack, Ralf Tekaat, Sencer Vardarman und Marcelina Wellmer

Ausstellung vom 13.02.2026–30.05.2026

Künstler:innen Gespräch:

Am Donnerstag, der 07.05.2026, 18:00 mit Thomas Behling, Ilka Raupach und Ralf Tekaat, moderiert von Oliver Möst

Basement Berlin 
Zugang zum Basement Berlin über die Treppen am Weltkugelbrunnen
Tauentzienstr. 9-12, 10789 Berlin

Barrierefreier Zugang über den Lift im Europa Center Berlin möglich. 
Im Untergeschoss dann Bitte den Ausgang in Richtung Breitscheidplatz nehmen.

Öffnungszeiten:
Mittwoch – Samstag von 12–19 Uhr
an Sonn und Feiertagen bleibt das Basement geschlossen.
Eintritt frei

Artikel 20 alternativ

Thomas Behling "Artikel 20 alternativ", 2026

Originaltext des Artikel 20 des deutschen Grundgesetzes:
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

"Demokratie und Klima"

Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Gleichzeitig ist die Demokratie durch autoritäre Tendenzen gefährdet. Autoritäre Systeme neigen dazu, kurzfristige durch Desinformationen geleitete populistische Interessen über weitsichtiges Handeln und ökologische Verantwortung zu stellen. Eine stabile Demokratie hingegen ermöglicht offene Diskussionen über nachhaltige Lösungen. Durch Engagement und Mitbestimmung können Bürgerinnen und Bürger Druck für eine wirksame Klimapolitik ausüben. So schützt eine starke Demokratie nicht nur die Freiheit, sondern auch die Zukunft unseres Planeten. Geziehlte Desinformationen erzeugen hingegen politische Stimmungen, die kotastrophale Entwicklungen den Weg bahnen, da losgelöst von der Realtität Entscheidungen im Blindflug getroffen werden, die aber ganz reale – und oft fatale – Auswirkungen haben.

Die Ausstellung stellt die Frage, wie politische und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse auf Fakten und nicht auf Stimmungen beruhen können – und welche Rolle Kunst bei der Vermittlung dieser komplexen Zusammenhänge spielen kann. Mit künstlerischen Mitteln informiert das Projekt und lädt zum Dialog ein. Die Ausstellung zeigt Werke, die kritisch auf das Verhältnis von Demokratie, Klimapolitik und Öffentlichkeit blicken. Zugleich regt sie an, über eigene Handlungsmöglichkeiten nachzudenken – als Bürger*innen, Wähler*innen, Gestalter*innen.

Die Ausstellung wird von einem dialogorientierten Programm begleitet. Für Kinder und Jugendliche und Gruppen Erwachsener werden Führung durch die Ausstellung und das Erschaffen von kleinen Kunstwerken zum Thema angeboten.

Künstler*innen: Tom Albrecht, alfred banze , Thomas Behling, Carsten Borck, Felicitas Butt, Nick Crowe & Ian Rawlinson, Ute Diez, Stephan Groß, Gosia Hejnat, Heike Krause, Chuu Wai Nyein, Carina Pesch, Lioba von den Driesch, Ran You

Eröffnung am 10.4. ab 19 Uhr
Begrüßung: Tom Albrecht, Einführung in die Ausstellung: Katja Hock, DJ Set: teiaaa. Texturen, Collagen, experimentelle Klänge, live Effekte.

Laufzeit: 10.4. – 15.5.2026

Programm:
17.4. 19 Uhr Zivilgesellschaft aktiv. Lesung mit Gespräch. Katharina Dietze, Omas for Future und Omas gegen Rechts
24.4. 19 Uhr Künstler:innengespräch, in dem beteiligte Künstler:innen ihre Werke erläutern und mit den Besucher:innen in den Dialog treten. Moderation Katja Hock
1.5.  12 - 16 Uhr  Workshop für Kinder und Jugendliche
         mit Gosia Hejnat (mit Anmeldung)
         17 - 20 Uhr Ausstellung der Werke von Erwachsenen, Kindern
         und Jugendlichen
         17:30 Uhr Führung durch die Ausstellung mit Stephan Groß
8.5. 19 Uhr Vortrag mit Gespräch: Direkte Kooperative Demokratie am Beispiel des Berliner BaumEntscheids“. Aglaia Hajkova
15.5. 19 Uhr Finissage

GG3 – Group Global 3000 e.V.
Leuschnerdamm 19
10999 Berlin

Öffnungszeiten:
Dienstag, Freitag: 17:00 - 20:00 Uhr
Eintritt frei

"Like Mars but hotter"

Thomas Behling: "Like Mars but hotter" III, 2026, 51 x 40 cm

"Grasmond"

Der Mond ist nicht nur ein assoziativ aufgeladener Himmelskörper, der als Trabant die Erde umkreist in einer aus kosmischer Perspektive so geringen Entfernung, dass dort noch nicht mal so ganz das Weltall begonnen hat – immerhin ist ein Besuch auf dem Mond eine noch relativ gemütliche Angelegenheit, denn dort wirkt noch das Erdmagnetfeld als Schutz vor kosmischer Strahlung und sogar geringste, aber mit modernster Technik noch feststellbare Spuren der Erdatmosphäre reichen bis dort hinauf. Er wirkt aber auch ganz real auf uns herab mit seiner physikalischen Masse, ist Taktgeber, bewegt das Meer und das Klima und vielleicht wäre Leben ohne ihn auf der Erde so gar nicht möglich. Er regt seit Menschengedenken unsere Fantasie an und lässt mit Grasmond dem Spiel der unkontrollierten Assoziationen freien Lauf.

Mit Werken von:
Frank Albrecht, Diana Mercedes Alonso, Thomas Behling, Mechtild Böger, Boris Duhm, Bert Haffke, Bahareh Hejrankeshrad, Wim M. Laage, Elke Petzel, Joachim Pohlenk, Christian Plep Adamowsky, Ulrich Precht, Christian Psyk, Isabel Valecka, Michael Wendt, Gisela Winter-Weltz und Klaus Zwick

Eröffnung: Freitag, 10.04.2026 um 20 Uhr 
Laufzeit: 10.04. - 08.05.2026

GaDeWe – Galerie des Westens
Reuterstraße 9-17
28217 Bremen

Öffnungszeiten:
Mittwoch 16- 19 Uhr
Donnerstag 16 - 21 Uhr
Freitag 16 - 19 Uhr
An Feiertagen geschlossen

Der Eintritt ist frei.
Die Galerie ist teilweise barrierefrei zugänglich. 

Armes deutsches Würstchen soll weniger Regenwald essen!

Thomas Behling: "Armes deutsches Würstchen soll weniger Regenwald essen!", 2022, 140 x 90 cm

"TANDEM DANZIG-BREMEN" 50 Jahre Städtepartnerschaft

Die Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Danzig feiert ihr 50-jährigen Jubiläum. Seit 2004 ermöglicht das Bremer Kunststipendium Künstler:innen aus Bremens Partnerstädten einen Aufenthalt in der Hansestadt um den künstlerischen Austausch und internationale Vernetzung zu fördern. Für die Ausstellung „Tandem Danzig-Bremen“ haben ehemalige Danziger Stipendiat:innen Künstler:innen aus Bremen ausgewählt, mit denen sie gemeinsam ausstellen wollen. Die so entstandenen Tandems zeigen ihre Arbeiten zunächst in Bremen und Ende des Jahres in Danzig. Im Mittelpunkt steht dabei der Dialog: eine kreative Begegnung, die Verbindungen schafft und stärkt – sinnbildlich für das gemeinsame Ziel, über Kunst zur internationalen Verständigung beizutragen.

Eröffnung am Mittwoch, 29. April um 17:30 Uhr mit einem Grußwort der Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft Antje Grotheer sowie einer Einführung in die Ausstellung durch die Kuratorin Dr. Katerina Vatsella.
Einlass ab 17 Uhr

Die Ausstellung ist vom 30. April bis 5. Juni 2026 zu

Haus der Bürgerschaft, 2. Etage
Am Markt 20, 28195 Bremen
Hinweis zu Ihrem Besuch im Haus der Bürgerschaft:
7 Bitte beachten Sie, dass Sie Ihre Jacken an der Garderobe abgeben müssen. Gleiches gilt für Rucksäcke und sonstige Taschen, die größer als DIN A4 sind. Es gibt – in begrenztem Umfang – Schließfächer.
†Unsere Veranstaltungen sind kostenlos.

Öffnungszeiten für Ausstellungen
Montag, 10–20 Uhr. letzter Einlass um 19:30 Uhr
Dienstag–Freitag, 10–18 Uhr, letzter Einlass um 17:30 Uhr
1. Mai geschlossen (Tag der Arbeit)
7. Mai ab 15 Uhr geschlossen
14. und 15. Mai geschlossen (Himmelfahrt)
19.–21. Mai geschlossen (Plenarsitzungen)
25. Mai geschlossen (Pfingstmontag)
27. Mai ab 14 Uhr geschlossen

"Don't look back!"

Thomas Behling: "Don't look back!" (Detailansicht), 2017, 141 x 166 x 43 cm

It's A Balance Trick – Zeitgenössische Kunst zwischen Gleichgewicht und Instabilität

Die Ausstellung „It’s A Balance Trick“ erforscht den fragilen Moment des Gleichgewichts mit einem multidisziplinären Ansatz. Der Akt des Austarierens wird in einem breiten künstlerischen Spektrum aus sozialer, physikalischer und ökologischer Perspektive behandelt und spiegelt sich im fluiden Ausstellungsprinzip wider: Während manche Elemente statisch bleiben, verändern andere sukzessive ihre Position, ragen in den Stadtraum hinein oder werden erst durch die Teilnahme des Publikums vollständig. 

Obwohl der stille Moment des Gleichgewichts ein Sinnbild der Ruhe ist, basiert er auf dem ständigen Austarieren verschiedener Kräfte. Mal entsteht der Ausgleich fast mühelos, mal ist er das Ergebnis von Abstimmung und Dialog. Gerade in einer demokratischen Gesellschaft gilt Balance als Ideal. Die organische Herangehensweise von „It’s A Balance Trick“ imitiert diesen Balanceakt; sie bleibt in Bewegung, entwickelt sich, wägt verschiedene Kräfte ab und schafft stets neue Momente des Gleichgewichts und des Miteinanders. 

Die mediale Spannweite der Ausstellung – von Installation über Performance bis zur Malerei – wird durch partizipative Elemente ergänzt und von einem umfangreichen Workshopprogramm begleitet. Das Programm ist wesentlicher Teil der Ausstellung und macht Momente der Instabilität, aber auch der Balance beim Schreiben, Tanzen, Malen, Pflanzen oder Diskutieren erfahrbar.

Künstler*innen:
Thomas Behling, Anna Borgman, Wiebke Elzel, Catherine Rose Evans, Simon Faithfull, Tom Früchtl, Ya Wen Fu, Noa Heyne, Kennedy & Swan, Csilla Klenyánszki, Nadja Verena Marcin, Gabi Schillig, Natalia Stachon, Morten Straede, Sophia Pompéry 

Eröffnung am Mittwoch, den 27. Mai 2026 um 18 Uhr

Ausstellung vom 28. Mai bis 13. September 2026

Rahmenprogramm
Ausführliche Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie auf der Website der Kommunalen Galerie. Einige Veranstaltungen erfordern eine rechtzeitige Anmeldung.

Sonntag, 31. Mai 2026, 15 bis 17 Uhr
WORKSHOP - Migration und Wahlheymat (englisch)

Samstag, 6. Juni 2026, 15 bis 19 Uhr
WORKSHOP - #SOPHYGRAY

Samstag, 13. Juni 2026, 12 bis 14 Uhr
Workshop - Der Tanz des Fallens

Mittwoch, 24. Juni 2026, 17:30 Uhr
Dialogische Führung mit den Kurator:innen und Künstler:innen der Ausstellung

Samstag, 27. Juni 2026, 11 bis 16 Uhr
Workshop – Mut-Muskel-Workshop

Donnerstag, 2. Juli 2026, 18 Uhr
PERSPEKTIVWECHSEL

Mittwoch, 8. Juli 2026, 17 bis 20 Uhr
Spaziergang – Walk und Talk zu Wäldern und der Süntelbuche

Dienstag bis Donnerstag, 14.-16. Juli 2026, 10 bis 13 Uhr
Sommerferien-Workshop – Wackelige Welten

Mittwoch, 2. September 2026, 17:30 Uhr
Dialogische Führung mit den Kurator:innen und Künstler:innen der Ausstellung

Sonntag, 13. September, 15 bis 17 Uhr
Finissage

Kommunale Galerie Berlin

Hohenzollerndamm 176
10713 Berlin

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr
Mittwoch 10 bis 19 Uhr
Samstag, Sonntag 11 bis 19 Uhr

Eintritt frei