Thomas Behling

Die Moral von der Geschichte verstehe ich mit nichte.

Ohne die COVID-19-Pandemie auch nur im Geringsten verharmlosen zu wollen, entsteht bei mir der Eindruck, dass diese Pandemie vielfach als eine weit größere Bedrohung für die Menschheit wahrgenommen wird als die Zerstörung unserer aller Lebensgrundlage: unseres Planeten. Denn nicht einmal der akut drohende Klimakollaps führte bisher zu auch nur annähern so drastischen Maßnahmen.
In sofern erstaunt mich, welche Maßnahmen jetzt zur Eindämmung der Pandemie überraschend möglich sind, und hoffe sehr, dass der Kampf gegen viel größere Probleme bald mit mindestens genauso großer Ernsthaftigkeit geführt wird.
Sowohl in der COVID-19-Pandemie als auch in Umweltfragen fällt der oftmals abstruse Realitätsverlust eines nicht geringen Teils der Bevölkerung deutlich auf, die diese Probleme massiv leugnen oder kleinreden. Leicht entgeht jedoch, wie sehr wir gewohnt sind, das langfristige, tatsächlich apokalyptische Ausmaß beispielsweise der Klimakatastrophe zu verdrängen.

Die angekündigten Ausstellungen sind teilweise von dem Lockdown betroffen. Die gesetzlichen Regelungen sind zum Teil noch unklar und verändern sich. Bitte beachten Sie vor einem Besuch daher die aktuellen Hinweise.

"Sehnsucht" II

Thomas Behling: "Sehnsucht" II, 2013, 68 x 83 x 34 cm

"Kunst-Stoff Plastik"

Plastik ist das Material des 20. und 21. Jahrhunderts. Form- und einfärbbar, hart oder weich, massiv oder dünn – der günstige Preis und die vielseitige Verwendbarkeit ließen es während der vergangenen Jahrzehnte in alle Lebensbereiche vordringen. Früh im 20. Jahrhundert fand es auch Eingang in die Kunst. Das Hans Erni Museum zeigt von Ende November 2020 bis Ende Februar 2021 die Ausstellung «Kunst-Stoff-Plastik», die sich dem künstlerischen Umgang mit synthetischen Stoffen widmet: mit über 70 Werken von Künstlerinnen und Künstlern und einer Ausstellungsbroschüre, die das Thema inhaltlich behandelt und die Werke vorstellt; zum Rahmenprogramm gehören Werkgespräche mit den Kunstschaffenden und ein Podium über Plastik & Ökologie, das das Thema ausweiten und Fragen zur aktuellen Umweltproblematik behandeln wird.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Lorena Adler und Selina Cadruvi, Ruedi Bechtler, Thomas Behling, David, Jakob und Max Bill, Samuel Buri, John Cage, Jedediah Caesar, Andreas Christen, Christo, Sven Egert, Roza El-Hassan, Benedicht Fivian, Martin Gut, Lori Hersberger, Géraldine Honauer, Patricia Jacomella Bonola, Lev Khesin, Monika Kiss-Horvath, Rosa Lachenmeier, Niklaus Lenherr, Carmen Perrin, Tobias Rehberger, Dieter Roth, Nelly Rudin, Niki de Saint Phalle, Markus Schwander, Jürg Stäuble, Ursula Stalder, Paul Talman, Niels Tofahrn, Verena Vanoli, Georges Vantongerloo, Shizuko Yoshikawa

Laufzeit: 27.11.2020 – 28.02.2021

Hans Erni Museum
Verkehrshaus der Schweiz
Lidostrasse 5
6006 Luzern
Schweiz

Öffnungszeiten:
täglich 11 – 17 Uhr
Es besteht Maskenpflicht.

Eintritt:
Der Eintritt ins Hans Erni Museum ist im regulären Museumsticket inbegriffen. Ab 16 Uhr gibt es die Möglichkeit für einen Kurzeintritt: Erwachsen CHF 22.–, Student (unter 26 Jahre) CHF 15.– und Kind bis 16 Jahre CHF 9.–.
An Spezialveranstaltungen gelten reduzierte Eintrittspreise.

"Die Moral von der Geschichte verstehe ich mit nichte."

Thomas Behling, Ausschnitte aus:
"Die Moral von der Geschichte verstehe ich mit nichte." II, 2020

"Volles Haus!"

Der Kunstverein Wedemark zeigt anlässlich seines 25 jährigen Bestehens aktuelle Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus 25 Jahren Ausstellungsgeschichte.

beteiligte KünstlerInnen:
Margitta Abels, Anna Arnskötter, Ralf Bednar, Thomas Behling, Rolf Blume, Dagmar Brand, Barbara Deutschmann, Anna Eisermann, Jürgen Friede, Elena Glazunova, Karin Hess, Karl Martin Holzhäuser, Ursula Krämer, Alexander Kühn, Inge-Rose Lippok, Agata Malek, Susanne Maurer, Christiane Mauthe, Bärbel Moré, János Nádasdy, Franziska Neubert, Sabine Öllerer, Tomasz Paczewski, Constanze Prelle, Zapira Rafaelov, Asta Rode, Michael H. Rohde, Marina Schreiber, Petra Schuppenhauer, Lothar Seruset, Ingrid Sperrle, Marc Taschowsky, Rosemarie Würth, Meike Zopf

Am Eröffnungssonntag, dem 4.10.2020, ist die Ausstellung von 12:00 bis 17:00 geöffnet.

Laufzeit: 4.10. – 10.1.2021
Die Ausllung ist im Zuge des Lockdowns vom 02. bis voraussichtlich 30. November 2020 für den Publikumsverkehr geschlossen.

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag: 11:00 – 13:00, 15:00 – 18:00
Samstags: 11:00 – 13:00, 15:00 – 17:00
Sonntag: 15:00 – 17:00
Eintritt frei

imago – Kunstverein Wedemark
Am Markt 1
30900 Wedemark OT Bissendorf

"Du sollst den Klimawandel lieben, denn er wird Deine Nachfahren besiegen."

Thomas Behling: "Du sollst den Klimawandel lieben, denn er wird Deine Nachfahren besiegen.", 2020, 21 x 28 cm

"OMNIA VINCIT AMOR - die Liebe besiegt Alles"

OMNIA VINCIT AMOR - die Liebe besiegt Alles - Dieses Zitat von Vergil ist ein auch schon in der Kunstgeschichte beliebtes und kontrovers bearbeitetes Thema. Ritter und Minnesänger im 13. und 14. Jahrhundert nahmen es als Wahlspruch, symbolisiert durch ein A in ihrem Wappen. Die Ausstellung setzt in Zeiten von zunehmender Intoleranz, Rassismus und Hass mit diesem Thema ein Zeichen für die Liebe, für das Positive, für den Ausweg. Doch können wir mit Liebe allein nicht alle Probleme lösen: ohne den kritischen Verstand, der auch das eigene Denken und Handeln hinterfragt, wird Hoffnung schnell zu einer Blase der Illusion.

omnia vincit amor: et nos cedamus amori - alles besiegt die Liebe: lasst auch uns der Liebe nachgeben.
Vergil, Ekloge 10/ 69

Beteiligte KünstlerInnen:
Thomas Behling, Birgit Beßler, Anne Katrin Budde, Marc Bühren, Birgit Feike, Antje Fischer, Renate Frerich, Jutta Hellweg, Frenzy Höhne, Christian Jasper, Sabine Johr, Cholud Kassem, Gisela Lücke, Petra Ottkowsky, Annette Reichardt u. Stewens Ragone, Bernd Sadra, Lars Schubert, Mira Schumann, Anne Sommer – Meyer , Jürgen Strege, Jessica Toliver, Heinz Treiber, Anno Weiß

Die Ausstellung wird im Zuge des Lockdowns verschoben. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Kunstverein Unna
Mühlenstraße 4 c
59423 Unna

Öffnungszeiten:
Donnerstag 19 – 21 Uhr
Samstag 15 – 17 Uhr
Sonntag 14 – 17 Uhr

"Unser Bild der Erde"

Thomas Behling: "Unser Bild der Erde", 2019, 85 x 71 x 15 cm
Aus der Erdkugel stehen wie kleine Nadeln unzählige leuchtende Glasfasern hervor. Das Bildobjekt zeigt die Erde, wie sie aussehen könnte bei einem Meeresspiegelanstieg von 60 Metern. Sollten beide Pole vollständig abschmelzen, so würde dies einen Anstieg von 67 Metern bedeuten.

"Der Titel ist die halbe Miete"

Der Gmünder Kunstverein zeigt Arbeiten des Aktionskünstlers Ruppe Koselleck und Bildobjekte von Thomas Behling in der Galerie im Kornhaus. Dabei zeigt die Ausstellung nicht nur inhaltlich Parallelen in den auf den ersten Blick sehr unterschiedlichen Werken auf, sondern macht auch Ähnlichkeiten in der Arbeitsweise sichtbar.
Ruppe Koselleck sammelt seit 19 Jahren Teerschmutz und Ölklumpen von den Weltküsten und generiert daraus Frottagen und rohe Malereien. Der Verkauf dieser ROHÖLMALEREI finanziert den Ankauf von BP Aktien mit den Ziel der Feindlichen Übernahme eines global operierenden Ölkonzerns über seine verursachten Müll.
Im Gmünder Kunstverein wird der CEO BP in spe in einem performativen Öllabor weitere fossile Energieträger in Kunst verwandeln und mit Ihrem Support versuchen, sich den Öl- und Gaskonzern zwecks Einleitung der Klimawende in seiner Gänze einzuverleiben. Koselleck arbeitet überwiegend mit gefundenen Materialien, Öl von der Küste oder umherfliegenden Zetteln, Notizen - kurzum mit verlustigen Dingen aus dem öffentlichen Raum.
Thomas Behling arbeitet in seinen Bildobjekten mit dem Patina besetzten weltanschaulichen Erbe in unseren Hinterköpfen, welches oft unserem bewussten Selbstverständnis widerspricht. Gleichwohl prägt es unser Denken und Handeln weitreichend. Die Menschheit steht vor großen Herausforderungen: weit entfernt sind wir davon, dass Menschenrechte, Wohlstand, Freiheit und Demokratie für alle gelten. Der drohende globale ökologischen Kollaps, der sich nach einigen Jahrzehnten Vorankündigung davon verabschiedet hat, sich nur am Horizont abzuzeichnen, drängt zu rascher und entschiedener Veränderung. Doch erstaunlich stoisch halten wir an unseren gewohnten Denkmustern und Verhaltensweisen fest. Überkommene Bildformen drücken etwas von jener Weltsicht aus, die sich ins kollektive Gedächtnis eingeschrieben hat. Ich befrage dieses Material vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen und bette diese in einen größeren geschichtlichen Zeithorizont ein, um so unser Urteilsvermögen zu erweitern.

Vernissage am Freitag, den 4. Dezember 2020 von 19:00 bis 22:00

Ausstellung von 05. 12. 2020 bis 24. 01. 2021

Galerie im Kornhaus -
Gmünder Kunstverein e. V.
Kornhausstraße 14
73525 Schwäbisch Gmünd

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 14-17 Uhr,
Samstag 10-14 Uhr, Sonn- & Feiertag 11-17 Uhr
Eintritt frei

Don't look back!

Thomas Behling: "Don't look back!", 2017, 141 x 166 x 43 cm

"Erste Warnung vor einem Zusammenhang"

Der Kunstverein Friedberg zeigt Bildobjekte von Thomas Behling.

Eröffnung am Freitag den 29. Janunar 2021.

30.1. – 7.3.2021

Kunstverein Friedberg
Haagstraße 16
61169 Friedberg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 15 - 18 Uhr

"Atommodell nach Thomas Behling"

"Atommodell nach Thomas Behling"

Jetzt erhältlich: Der Künstler-Marken-Bogen:
"Atommodell nach Thomas Behling".
Der Sechser-Bogen ist 10,5 x 12,3 cm groß. Die Marken sind perforiert und lassen sich durch Anfeuchten aufkleben. Der Bogen ist in einer Auflage von 30 Stück erschienen, ist rückseitig signiert und kostet 30,-€ inklusive Versand.
Bestellungen können Sie direkt über dieses Formular aufgeben.


"Süsse Katz"

„Süße Katz“

Jetzt erhältlich: Der Künstler-Marken-Bogen "Süße Katz".
Die Marken tragen die Inschrift: "Erst fraß ich den Vogel – und der Mensch die ganze Welt. – Dann fraß der Mensch mich – und dann in seiner Verzweiflung sich selbst.".
Der Vierer-Bogen ist 11,8 x 10,4 cm groß. Die Marken sind perforiert und lassen sich durch Anfeuchten aufkleben. Der Bogen ist in einer Auflage von 30 Stück erschienen, ist rückseitig signiert und kostet 25,-€ inklusive Versand.
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