Thomas Behling

"Karte von Berlin"

Thomas Behling: "Karte von Berlin", 2020, 55 x 55 x 4 cm

"Sehnsucht"

Die Sehnsucht ist wieder aufgeflammt und kommt heute in den verschiedensten Formen zum Ausdruck: in Naturliebe, der Flucht aus dem Alltag, Sehnsucht nach sozialen Kontakten, nach Normalität, nach der Ferne, nach einer Heimat und sogar in Verschwörungstheorien oder wieder der Idee der Rettung durch die politisch extreme Rechte.
Der Begriff der Sehnsucht als ein Bild, bei dem das scheinbar Abwesende zur individuellen aber auch kollektiven Projektionsfläche wird. Sehnsüchte als subjektive, schwer greifbare und dennoch kraftvolle innere Antriebskraft scheinen abseits von Rationalität und Vernunft zu liegen. Und doch verweisen Sehnsüchte auch auf essentielle Fragen nach tragfähigen Inhalten, langfristig sich bewahrheitenden Lebensentscheidungen und integrem Handeln. Kann Sehnsucht als intuitiver Impuls für authentisches Agieren und Selbstermächtigung gesehen werden?

Künstler:innen:
Hannah Becher, Thomas Behling, Ina Bierstedt, Ulrike Dornis, Bartbara Duisberg, Ellinor Euler, Claudia Grande, Ulli Grötz, Stephan Groß, Ulrike Hannemann, Stefanie Hillich, Janne Höltermann, Andrea Huyoff, Lisa Junghanss, Steffi Jüngling, Sabine Kinast, Hannah Lansburgh, Anett Lau, Laura Leppert, Oliver Möst, Isabell Pauer, Franziska Peter, Mari Poller, Beate Selzer, Kerstin Serz, Eva Stenram, Maria Vedder, Mara Wagenführ, Ivo Weber, Catrin Welcher, Marcelina Wellmer, Daniel Wiesenfeld

Eröffnung am 13.08.21 ab 19 Uhr

14.08.– 25.09.2021

SCOTTY
Raum für zeitgenössische Kunst und experimentelle Medien
Oranienstrasse 46
10969 Berlin

Öffnungszeiten:
Do – Fr 15 – 19 Uhr
Sa 14 – 18 Uhr
Eintritt frei

Universum Clock – Die Stimmen der Verstorbenen

Thomas Behling: "Universum Clock – Die Stimmen der Verstorbenen", 2021, 47 x 31 x 21 cm

"Nebel im Wald"

Das diesjährige Kunstfestival ORTSTERMIN steht unter dem Thema RESET.
‚to reset‘ steht für einen Vorgang, der ein elektronisches Gerät wieder auf die Werkseinstellungen zurücksetzt. Angewendet auf das gesellschaftliche System ist hier die Frage zu stellen, ob dieses ‚zurücksetzen auf' überhaupt möglich ist. Die Gesellschaft befindet sich derzeit in einem gefährlichen Schwebezustand des Abwartens. Die Ausstellung "Nebel im Wald" thematisiert aktuelle Unsicherheiten und die Sehnsucht nach Neuorientierung.

mit: Gleb Bas, Thomas Behling, Sae Esashi, Thomas Lang, Sumiyo Nagai, Franka Schwarz

Eröffnung: am 27. August ab 19:30
Das Festival findet vom 27.8. - 29.8. statt.

Ortstermin – Kunstfestival in Moabit und im Hansaviertel
Atelier Bas/Lang
Wilhelmshavener Straße 25, Seitenhaus
10551 Berlin

Öffnungszeiten:
Samstag und Sonntag: 15 - 20 Uhr
Eintritt frei

"Ach, nichts."

Thomas Behling: "Ach, nichts.", 2019, 120 x 52 x 33 cm

"Enzyklopädie aus freien Hinterhalten"

In seinen Bildobjekten arbeitet Thomas Behling mit dem Patina besetzten weltanschaulichen Erbe in unseren Hinterköpfen, welches oft unserem bewussten Selbstverständnis widerspricht. Es interessiert ihn, wenn es gelingt, den Grenzbereich zu treffen zwischen Ernst und Ironie, zwischen kritischer Analyse und naiver Huldigung. Für seine Bildobjekte verwendet Behling oftmals altes Material wie z.B. Rahmen oder auch gefundenes meist triviales Bildmaterial, wie er gleichermaßen aber auch Neuem den Anschein „alt“ und „authentisch“ zu sein gibt, obwohl es so nie gewesen sein kann. Die für den Betrachter unklare Grenze zwischen Neuem und Altem ist gewollt. Denn das, was wir für authentisch halten, ist vor allem das Bild, das wir uns davon machen. Die verwendeten Motive sind Bildtypen, die sich im kollektiven Gedächtnis unserer Gesellschaft befinden, sodass der Betrachter seine inneren Bilder mit Behlings Bildobjekten in Beziehung setzen kann.

Eröffnung: Donnerstag den 2.9.2021 um 19 Uhr
Laufzeit: 2.9. – 19.9.2021
Tag des offenen Denkmals: Sonntag | 12.9.2021 | 10-20 Uhr
Finissage: 19:9. ab 20 Uhr

Kabinett
im Zentralwerk
Riesaer Str. 32
01127 Dresden

Öffnungszeiten:
Donnerstag – Sonntag 17:00 - 20:00 Uhr
Eintritt frei

"Die Moral von der Geschichte verstehe ich mit nichte."

Thomas Behling: "Die Moral von der Geschichte verstehe ich mit nichte.", 2020, 86 x 37 x 37 cm

"Der Titel ist die halbe Miete"

Der Gmünder Kunstverein zeigt Arbeiten des Aktionskünstlers Ruppe Koselleck und Bildobjekte von Thomas Behling in der Galerie im Kornhaus.
Ruppe Koselleck sammelt seit 19 Jahren Teerschmutz und Ölklumpen von den Weltküsten und generiert daraus Kunstwerke. Mit deren Verkaufserlös finanziert er den Ankauf von BP Aktien mit den Ziel der Feindlichen Übernahme eines global operierenden Ölkonzerns über seinen verursachten Müll.
Thomas Behling arbeitet in seinen Bildobjekten mit dem Patina besetzten weltanschaulichen Erbe in unseren Hinterköpfen, welches oft unserem bewussten Selbstverständnis widerspricht. Dabei verbirgt er in seinen Bildobjekten vieles, was wir gerne sehen würden und zeige, wie wir sehen wollen. Im Verbergen machet er erst sichtbar, was wir an Bildern, Vorstellungen und Urteilen mit uns tragen.
Die Ausstellung zeigt nicht nur inhaltlich Parallelen in den auf den ersten Blick sehr unterschiedlichen Werken auf, sondern macht auch Ähnlichkeiten in der Arbeitsweise sichtbar.

Eröffnung am Freitag den 10.09.2021 

Laufzeit: 10.9. – 17.10.2021

Galerie im Kornhaus -
Gmünder Kunstverein e. V.
Kornhausstraße 14
73525 Schwäbisch Gmünd

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 14-17 Uhr
Samstag 10-14 Uhr
Sonntag und Feiertag 11-17 Uhr
Eintritt frei