Thomas Behling

In a moment without any reflection, finally and for ever.

Das Thomas Behling zugeloste Bild vor und nach der potsdamer Kunstverbesserung, nun mit dem Titel "In a moment without any reflection, finally and for ever." (78 x 78 cm)

"Von der Platte in den Palast"

Die Kunstverbesserung gastiert am 18. September & 9. Oktober 2026 gleich zweimal im Kulturpalast mit den Ausstellungen "abgestellt und verbessert" -Teil eins und zwei. Gezeigt wird die erste Potsdamer Kunstverbesserung gefolgt von der erneuerten zweiten Kunstverbesserung, welche eine besondere Würselener Schleife drehen wird.

1000 Tage sammelte Koselleck Kunst vom Straßenrand, vom Sperrmüll oder pickte Keilrahmen aus den Gebüschen und kuratierte daraus die Ausstellung „abgestellt“. Nur aufgezogene Leinwände auf Keilrahmen galten dem Wahlberliner Aktivisten als Kunst. Während der ersten Eröffnung in der KOSMOS Galerie in Potsdam im März diesen Jahres verloste Ruppe die Werke der kurierten Show „abgestellt“ unter einer Auswahl von Kunststudierenden der Universität Potsdam sowie unter geladenen professionellen Kunstschaffenden, die 14 Tage Zeit hatten, die Kunst und die Welt zu verbessern und in der Show das Alte, erneuert als „verbessert“ zu zeigen.
180 Tage und Nächte später legt das Team der KUNSTVERBESSERUNG eine neue Sammlung von abgelegter Straßenkunst im KULTURPALAST DER REPUBLIK in Würselen vor und gibt einer neuen Auswahl von Künstler!nnen die Chance in 21 Tagen das Gute und Schlechte auf gespannten Sack und Leinen noch besser zu machen!
In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Kunst und Gegenwartskultur zeigen die beteiligten Künstler!nnen Teil 1 der Kunstverbesserung aus Potsdam und entwickeln in Teil 2 - der Würselener Schleife – neue Kunstwerke aus alten abgelegten Dingen der Hoch- und Tiefkultur. 
Aus der Liste der bisher beteiligten Studierenden und Künstler!nnen in der Ausstellung im Potsdamer RECHENZENTRUM seien hier vorläufig und fast vollzählig die folgenden aufgeführt. Sie allein zu sehen lohnt den weiten Weg nach Würselen!

Sena Nisa Aydinli * Thomas Behling * Marlene Behnert * Judith Beyer * Susanne von Bülow * Luna Dowiedeit * Frederik Foert * Karla Fritsche * Eva Früh * Ilka Habrich * Jolina Hartmann * Teresa Heinemann * Dirk Martin Heinzelmann * Stephan Homann * Julia Hoppen * Paul Juricke * Ruppe Koselleck * Kimia * Katarina Kremnetz * Antonia Low * Petra Lüning * Adrian Maier * Candia Neumann * Olivia Seiling * Julieta Palombi * Thomas Prautsch * Rebecca Sert * Anton Ruhl * Oliver Schmidt * Florian Schulz * Lena Skaya * Myrijam Stoetzer * Annabella Wegmann Florez * Sarah Wewer 

Im Kulturpalast der „Gesellschaft für zeitgenössische Kunst und Gegenwartskultur“ werden dann neben den Potsdamer Verbesserungen neue ehemals obdachlose und unter freiem Himmel zurückgelassene Werke am Freitag, den 18. September 2026 ab 19 Uhr gezeigt. 21 Tage werden sie schöner, anders oder ganz anders sein!
Denn wenn wir die Welt nicht verbessern können, dann doch die Kunst! 
Damit geht Koselleck einen kleinen Schritt in die richtige Richtung: Lange glaubten Künstler*innen Teil einer selbsternannten Weltverbesserung sein zu müssen und schröpfen dafür die Gesellschaft: mental durch Unverständlichkeit sowie desorientierende Mehrdeutigkeit aber auch körperlich, muß doch jeder ehrliche Arbeiter einen Künstler auf der Schulter tragen. Die Folgen der jahrzehntelangen Fehlentwicklung wiegen schwer: wo früher brave Steuerzahler in Fabriken ihrer Arbeit nach gingen, sind heute Ateliers.
Auch wenn Kosellecks Projekt erst einmal nur ein Schritt in die richtige Richtung ist – schließlich hat er sich von dem Impetus der Verbesserung noch nicht freigesagt – so werden ihm sicher entschlossenere Künstler folgen, die fähig sind, nichts mehr zu reflektieren – dies zumindest ist der Aspekt, den Thomas Behling in seinem Werk "In a moment without any reflection, finally and for ever." sich bemüht zu realisieren: Kunst soll starke Emotionen wecken, deren intensives Erleben nicht durch Ideologien wie z.B. Ethik, Verantwortung oder kausal-logisches Denken gestört werden sollen. Sollte man das ganze doch überleben, kann man hinterher wenigstens sagen, man hätte von nichts gewußt, was ja auch stimmt, schließlich hat man sich sehr dafür angestrengt.

Vom Materialwert bis zur Aura des Kunstwerkes hatte sich bei allen gezeigten Bildern ein subjektiver Spalt aufgetan, der am Straßenrand geendet hatte. Diese fremde Entscheidung einmal neu zu be- und überdenken, das Werk dabei zu überholen, zu verbessern und wieder zu präsentieren versteht sich als ein freier, vergnüglicher Akt des Spiels mit Werten, Ab- und Ansichten sowie einer neuen Kunst, die wir dann gemeinsam am Freitag, den 9.10. 2026 um 19 Uhr mit der Ausstellung „verbessert“ an gleicher Stelle feiern wollen.
Am 10. Oktober 2026, laden wir dann ab 11 Uhr - am Morgen danach - zum Katerfrühstück und zum zweiten und dritten Blick auf die verbesserten Werke und Welten.

Teilnehmende Künstler_innen der „Würselener Schleife“:
Sena Nisa Aydinli, Wiebke Bartsch, Rainer Barzen, Christiane Behr, Agnes Bläsen, Beate Freier- Bongaertz, Josephine Bonnet, Axel Brandt, Cara Cleary, Anne Fiedler, Helly Fuchs, Zandra Harms, Vera Hilger, Eva Maria Kollischan, Sabine Lenz, Gerda Lipski, Petra Lüning, Jo Magrean, Susanne Mix, Evelyn Möcking, Martina Muck, Daniel Nehring, Gertrud Neuhaus, Osvaldo Puente, Birgit Reinken, Bella Rasch, Alfred Reuters, Ingrid Roscheck, Thomas Schiela, Christiane Schoenen, Julia Schoenen, Michel Scheu, Dietmar Schmale, Dirk Schulte, Vera Sous, Myrijam Stoetzer, Alfons Thesing, Dirk Vollenbroich, Ivo Weber

Teil 1: 18. September, 19 Uhr
Teil 2: 9. Oktober, 19 Uhr & 10 Oktober 11 Uhr
Eintritt frei

KULTURPALAST DER REPUBLIK
Morlaixplatz 12-14
52146 Würselen